Ein Streifzug durch die Geschichte von Montclair


1075 - Die Ankunft des Ritters
Als die Normannen ihre Herrschaft über England festigten, landete der Ritter Amaury de Montclair mit wenigen Gefolgsleuten an Cornwalls wilder Südküste. Er errichtete auf dem Granitvorsprung „Pen Garrek“ eine wehrhafte Kernburg und gab dem Ort den Namen Rocheclair – „klarer Fels“. Damit beginnt die dokumentierte Geschichte des Schlosses.

16. Jahrhundert – Aufstieg einer Linie
Unter Sir Cedric Montclair wandelte sich die Burg vom rauen Wehrbau zum repräsentativen Sitz.

Cedrics Sohn Alaric setzte nach 1600 den Ausbau fort: gotische Fenster, ein eigener Kapellentrakt und die ersten gartenseitigen Wohnflügel entstanden.

18. Jahrhundert – Glanz und Feuer
Zwischen 1720 und 1762 erlebte das Anwesen eine barocke Blüte. Der prunkvolle Südflügel stammt aus dieser Epoche. Ein verheerender Brand im Jahre 1762 zerstörte den Westflügel: seine Ruine erinnert bis heute an jene Nacht.

Bergbau & Keltenfunde
Bereits die Kelten gewannen hier Zinn. In den 1840er-Jahren ließ Edric Montclair einen alten Stollen sichern; Archäologen fanden keltische Spitzhacken, Schmelztiegel und rituelle Amulette. Teile dieser Sammlung sind heute im Bergbau-Pavillon des Nordflügels zu sehen – inklusive eines geführten Abstechers in die historische Zinnmine.

21. Jahrhundert – Erhalt für die Zukunft
Mit dem Tod von Sir Edward Montclair übergab die Familie 2006 große Teile des Schlosses an den gemeinnützigen Trust Historic Estates of Cornwall. Die Montclairs bewohnen weiterhin eine kleine Privatwohnung im Ostflügel und unterstützen Forschung, Restaurierung und nachhaltige Land- & Forstwirtschaft.
